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Astronautennahrung ODER hochkalorische Nahrung

 

Den Begriff Astronautennahrung kennt fast jedes Kind, aber woher kommt er?

 

Als Astronautennahrung wurde ursprünglich das in Tuben und Plastiktüten verpackte, mitgeführte Essen von Raumfahrern während einer Mission bezeichnet. Bei der Entwicklung wurde vor allem auf eine hohe Kaloriendichte und eine sinnvolle Nährstoffkombination aus Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelementen geachtet.

 

Weitverbreitet ist der Begriff Astronautennahrung jedoch auch bei Patienten, die in die Apotheke kommen, hierunter versteht man spezielle hochkalorische Nahrung.

Was versteckt sich hinter hochkalorischer Nahrung?

Hier handelt es sich um spezielle Präparate, die zur Verwendung kommen, wenn der tägliche Kalorienbedarf nicht mehr durch die normale Nahrung gedeckt werden kann. Ursachen gibt es viele, von Schluckbeschwerden bis hin zum fehlenden Appetit im Alter, es gibt eine lange Liste von Erkrankungen, bei denen sie zur Anwendung kommen.

 

Vielseitig ist auch die Bandbreite an Produkten auf dem Markt, flüssige Trinknahrung, Suppen, Joghurt, Puddingcreme,… Für jeden Patienten lässt sich etwas finden.

Bei der flüssigen Trinknahrung ist die Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten sicherlich am größten. Es gibt sie von 1 kcal/ml bis hin zu 5 kcal/ml, mit oder ohne Ballaststoffe, mit höherem Eiweißgehalt um z.B. die Muskulatur zu erhalten, für spezielle Erkrankungen (z.B. Dialyse, entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Magersucht, …), die Liste ließe sich noch fast endlos fortsetzen. Auch sollte sich für jeden Geschmack etwas finden lassen, zu den klassischen Schoko-, Vanille-, Erdbeere- Geschmack gibt es je nach Sorte auch ausgefalleneres wie Cappuccino oder Karamell. Neu ist, dass bestimmte Hersteller nun auch herzhafte Sorten wie z.B. Karotte/Huhn/Fenchelgemüse anbieten.

Sollte der Patient jedoch lieber etwas zum Löffeln wollen, kann er hier auch aus einer breiten Produktpalette auswählen.

So lässt sich auch hier für Jeden etwas finden. Fruchtdesserts in Erdbeere oder Apfel, Joghurtcremes in fruchtigen Sorten oder proteinreiche Puddingcremes in 5 verschiedenen Sorten (Vanille, Walderdbeere, Banane, Schokolade, Cappuccino). Der Kaloriengehalt differiert zwischen 150 – 200 Kalorien pro Becher. Und auch wenn sie sich in Geschmack und Zusammensetzung unterscheiden, so sind sie alle von der Konsistenz so beschaffen, dass sie auch von Patienten mit Schluckbeschwerden ohne Probleme verzehrt werden können, um das Risiko einer Aspiration* zu minimieren.

Auch gibt es auf dem breit gefächerten Markt der hochkalorischen Nahrung Suppen mit einem höheren Kaloriengehalt. Eine Portion Karotten-, Tomaten- oder grünes Gemüse Suppe enthält 150kcal und kann einfach im Becher in der Mikrowelle erwärmt werden was die Verwendung auch für ältere Personen vereinfacht.

 

Alle die hier vorgestellten Produkte sind zu Lasten der gesetzlichen Kassen mit entsprechender Diagnose verordnungsfähig, d.h. bei Verordnung auf einem Rezept übernimmt die Kosten die Krankenkasse. Sprechen Sie darüber einmal mit Ihrem Hausarzt. Auch wir beraten Sie gerne.

Die im Artikel erwähnten Beispiele sind nur ein Auszug, es gibt noch jede Menge andere Produkte, jedoch haben wir uns auf Artikel beschränkt, die in der Regel von der Krankenkasse bezahlt werden.

 

 

*Bei vielen Patienten mir Schluckbeschwerden kann es durch Störungen im Schluckvorgang dazu kommen, dass Speichel, Nahrung und Flüssigkeiten in die Atemwege und in die Lunge gelangen statt in den Magen. Dieses Verschlucken in die Lunge bezeichnet man auch als „Aspiration“. Durch häufige Aspirationen kann eine Lungenentzündung entstehen. Die Aspiration kann vor, während und nach dem Schlucken eintreten. Der Hustenreflex schützt uns, wenn Nahrung in die obere Luftröhre gelangt und befördert sie durch das Hochhusten wieder in den Rachen, woraufhin dann ein spontanes Schlucken erfolgt

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